Zeckenstich- was nun?
Das Zecken Überträger von gefährlichen Krankheiten sind ist
landauf landab bekannt. Doch was ist zu tun wenn man von einer Zecke befallen wurde? Der Heilpraktiker Janko von Ribbeck gibt praktische Ratschläge was bei Zeckenbefall zu tun ist. Autor: Janko von Ribbeck Wo Gefahr droht Zecken bevorzugen warme Gegenden mit hoher Luftfeuchtigkeit. Sie bevorzugen
Gebiete in denen sich ihre Wirte, das sind vor allem Mäuse, Igel, Vögel, Rotwild und Rehe aufhalten. Ideale Bedingungen bieten Unterholz, Waldränder und Waldlichtungen mit hochgewachsenen Gräsern. Gerne halten sich Zecken auf Gräsern oder krautigen Pflanzen an Wegrändern auf um dort auf ihre Opfer zu lauern. Auch im Garten und auf Haustieren kommen Zecken vor. Oft wird angenommen, Zecken liessen sich von Bäumen fallen. Das stimmt nicht. Um
auf einen Wirt zu gelangen, braucht die Zecken "Körperkontakt", wenn auch nur für Bruchteile von Sekunden. In dieser kurzen Zeit gelangt die von der Vegetation auf den Wirt. Sie wird sozusagen abgestreift. Übrigens: Zecken müssen manchmal sehr lange auf ihr Opfer warten. Sie können mehrere Jahre ohne Nahrung auskommen. Erkrankungen durch Zeckenbisse
Durch Zeckenbisse können 2 unterschiedliche Krankheiten übertragen werden. Die bakterielle Lyme Borreliose und die per Virus übertragene FSME (Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis). Überträger beider Erkrankungen ist der Gemeine Holzbock, eine Schildzecke. Er krabbelt in Bodennähe auf Grashalmen, Kräutern, niederem Buschwerk umher und sucht dort nach Opfern. Die Zecken kommen auch bei Haustieren (Zeckenhalsband) Mäusen, Spitzmäusen, Vögeln, Wild und Igeln vor. Schutz vor Zecken Langarmige Kleidung und lange Hosen und festes Schuhwerk erschweren es den Zecken sich einzunisten. Ätherische Öle und Lotionen zur Mückenabwehr bieten ebenfalls einen eingeschränkten Schutz. Beachten Sie, dass die Duftstoffe sich mit der Zeit verflüchtigen. Die beste Vorbeugung gegen Erkrankungen, die durch Zecken übertragen werden ist
das rasche Entfernen des ungebetenen Gasts. Bei frühzeitiger Entfernung kommt es selten zur Infektion. Warten Sie nicht erst, bis Sie am nächsten Tag zum Arzt gehen können. Die Zecke lässt sich leicht selbst entfernen. Absuchen Nach einem Aufenthalt in der Natur, sollte man sich selbst nach Zecken absuchen. Die kleinen Vampire bevorzugen Körperstellen mit dünner Haut, die besonders warm sind.
Beim Menschen sind das speziell die Körperbereiche zwischen den Beinen, in den Kniekehlen, unter den Armen, im Nacken und am Haaransatz. Am besten stellen Sie Ihr Kind nackt auf einen Stuhl oder Tisch und suchen die Haut, besonders die Körperfalten sorgfältig ab. Achtung: Zecken können sehr klein und schwer zu erkennen sein. Sie können sich bis auf das zweihundertfache ihrer Körpergrösse voll saugen. Entfernen von Zecken
Zeckenzange | Die Zecke lässt sich am besten mit einer Zeckenzange aus der Apotheke (oder einer spitzen Zange oder einer Pinzette) dicht an der Haut fest greifen und mit einer drehenden Bewegung herausziehen. Drücken Sie möglichst nicht zu stark auf den Zeckenkörper. Gegen den Uhrzeigersinn (links herum) lässt sich die
Zecke etwas leichter herausdrehen, da sie sich mit dem Uhrzeigersinn hineindreht. Tipp: Auf Zeckenzangen befindet sich ein Pfeil für die richtige Richtung. Haben Sie keine Zeckenzange zur Hand, können Sie die Zecke auch mit einer Nagelfeile oder einer kräftigen Nadel entfernen. Straffen Sie die Haut und schieben Sie den Beissapparat, weg, als würden Sie einen Splitter entfernen. Die Bissstelle sollte desinfiziert werden. Manchmal bleiben kleine schwarze Punkte in
der Bisswunde stecken. Dabei handelt es sich um harmlose Beisswerkzeuge. Wenn der Kopf stecken bleibt, macht das im allgemeinen nichts, er fällt spätestens nach einigen Tagen ab. Entzündet sich die Bissstelle, können Sie einen Verband mit Betaisodona-Salbe (Jodhaltiges Desinfektionsmittel) anlegen oder den Arzt aufsuchen. Was man auf keinen Fall tun sollten
Vielleicht kennen Sie “Hausmittel”, wie man Zecken entfernt. Sie reichen von Zecken mit Klebstoff, Öl oder Nagellackentferner zu bestreichen bis zum Abbrennen. Tun Sie das nicht. Dadurch stirbt die Zecke. In stundenlangem Todeskampf erbricht die Zecke Darminhalt in die Stichstelle und die Erregerübertragung wird gefördert. Benutzen Sie auch nicht die Finger zum Entfernen der Zecke. Auch dann, wenn die Zecke Ihnen
dazu gross genug erscheint. Dabei wird die Zecke zu sehr gequetscht und die erregerhaltige Flüssigkeit wird aus dem Zeckenleib direkt in sie Stichstelle gedrückt. Autor: Janko von Ribbeck http://www.erste-hilfe-fuer-kinder.de |